Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) wurde am 5. Juni 2002 gegründet. Das BBE ist ein Zusammenschluss von Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft. Seine Mitglieder verfolgen die gemeinsame Aufgabe, in nachhaltiger Weise bestmögliche rechtliche, institutionelle und organisatorische Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement zu schaffen. Durch die 31 Mitglieder des Nationalen Beirats des Internationalen Jahrs der Freiwilligen (IJF) gegründet, hat das BBE inzwischen über 200 Mitglieder.
Zu den Mitgliedern des BBE aus der Bürgergesellschaft zählen die Dachverbände und teilweise auch die großen Einzelverbände aus den Bereichen Soziales, Umwelt, Sport, Kultur, Hilfs- und Rettungsdienste, Frauen, Jugend, Senioren, die beiden christlichen Kirchen, Stiftungen, aber auch die Dachverbände der Freiwilligenagenturen und -zentren, der Seniorenbüros und der Selbsthilfe und der Selbsthilfekontaktstellen. Aus dem Sektor Wirtschaft und Arbeitsleben zählen der DGB, die IG Metall und VERDI und Unternehmen wie u.a. die Ford Werke GmbH, die Deutsche BP AG, die Commerzbank oder die Betapharm GmbH zu den Mitgliedern. Der Sektor Staat ist durch drei Bundesministerien, sämtliche Bundesländer, zwei kommunale Spitzenverbände und mehrere Einzelkommunen vertreten.
Rheinland-Pfalz gehört zu den Gründungsmitgliedern des BBE und hat von Beginn an in den Arbeitsgruppen wie den Gremien des Netzwerks (Koordinierungsausschuss, Sprecherrat) Verantwortung für Aufbau und Entwicklung des BBE übernommen.
Das BBE ermöglicht gemeinsame Beratung sowie die Entwicklung von Strategien und Vorhaben der Engagementförderung in einer sektor- und bereichsübergreifenden Perspektive. Das BBE stellt Materialien für die Praxis der Engagementförderung zur Verfügung, veranstaltet Fachtagungen und nimmt öffentlich im Rahmen seiner Zielsetzung Stellung zu Fragen der Förderung von Engagement und Bürgergesellschaft. Besondere Bedeutung kommt der vom BBE jeweils im September durchgeführten „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ zu.
Das BBE beschäftigt sich mit einem breiten Spektrum von Themen und Anliegen: Dazu zählen insbesondere die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements, die Weiterentwicklung der lokalen Bürgergesellschaft, die Zukunft der Freiwilligendienste, die Rolle des bürgerschaftlichen Engagements bei der Reform des Sozialstaates, das Engagement von Migrantinnen und Migranten, Fragen der Bildung und Qualifizierung von bürgerschaftlichem Engagement, „Corporate Citizenship“ in Unternehmen, die Entwicklung einer verbesserten Anerkennungskultur für Engagierte sowie nicht zuletzt Fragen der Vernetzung nationaler Bürgergesellschaften zu einer europäischen Bürgergesellschaft.



