Grußwort des Ministerpräsidenten
In den letzten Jahren hat die öffentliche Debatte um Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement und "Bürgerarbeit" einen erstaunlichen Aufschwung genommen. Zwar war die ehrenamtliche Tätigkeit vieler Tausende von Bürgerinnen und Bürger gerade auch in Rheinland-Pfalz schon immer ein unverzichtbarer Pfeiler unseres Gemeinschaftslebens, aber seit über einem Jahrzehnt ist zu den traditionellen Formen des Ehrenamtes in Vereinen und Verbänden eine Vielfalt von neuen Initiativen und Gruppen hinzugekommen, die sich auf nahezu allen Feldern des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens engagieren. In der Folge dieses konstruktiven Miteinanders von traditionellen Vereinen und Verbänden und neuen Initiativen und Gruppen haben sich wechselseitige Lernprozesse vollzogen.
Die neu entstandenen Initiativen haben von den Organisationserfahrungender Vereine lernen können. Viele Vereine und Verbände wiederum konnten von den zeitgemäßen Projektformen der neuen Initiativen profitieren. Auf diese Weise ist ein neuer Bereich öffentlichen Lebens entstanden.Ich teile die Einschätzung vieler Experten, dass dieser Bereich in einer Zeit tiefgreifenden wirtschaftlicheund sozialen Wandels immer wichtiger wird. Das bürgerschaftliche Engagement stärkt einerseits den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist eine neue Facette der Selbstbestimmung jedes einzelnen. Bürgerschaftliches Ehrenamt ist andererseits zugleich auch eine immer bedeutsamere gesellschaftliche Ressource: Wir sollten nicht auf das Engagement und die Erfahrungen der Menschen verzichten, mit denen wir die Zukunft meistern wollen.



